Bildquelle: Unsplash, Alejandro Escamilla
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Neben diesen muskuloskelettalen Symptomen sind häufig auch extraartikuläre Manifestationen vorhanden, wie eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, Psoriasis oder eine akute anteriore Uveitis.
Nicht alle klinischen Manifestationen der Spondyloarthritiden sind bei jedem Patienten immer vorhanden und können sich auf verschiedene Weise kombinieren.
Was ist neben der Synovitis eine charakteristische Manifestation der PsA, die ca. ein Drittel der Patienten zeigt?
Hierbei scheint es, evtl. über mechanischen Stress, zu einer Aktivierung von Prostaglandin E2 und über die IL-23-/IL-17-Achse zu einer Aktivierung des Immunsystems zu kommen mit dem Auslösen von Entzündungen in den Bereichen mit einem erhöhten mechanischen Stress, insbesondere in den Enthesen. Hieran schließen sich dann ein Remodelling des mesenchymalen Gewebes und eine Knochenneubildung an.
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Ein Ansprechen auf eine Blockade mit TNF-Blockern lässt sich aktuell nicht immer voraussagen, allerdings sind die oben genannten Parameter mit einem Ansprechen assoziiert.
Ein Patient mit Psoriasis gibt an keinen Rückenschmerz zu verspüren. Ist das ein Hinweis darauf, dass eine Psoriasis-Arthritis auszuschließen ist?
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Patienten mit Psoriasis-Arthritis haben in 12–70 % der Fälle eine axiale Beteiligung, die schwer zu diagnostizieren ist, da die Patienten häufig nicht die typischen Rückenschmerzen entzündlichen Charakters haben.
33 % der Patienten mit axialer Beteiligung in der Bildgebung waren asymptomatisch, umgekehrt berichteten auch Patienten über entzündlichen Rückenschmerz, ohne dass eine axiale Beteiligung in der Bildgebung vorlag.
Die Diagnose einer axialen Beteiligung ist von Bedeutung für PsA- und Pso-Patienten, da das Vorhandensein einer axialen Beteiligung mit einer schwereren Hautbeteiligung, höherer Krankheitsaktivität und größerem Effekt auf die Lebensqualität assoziiert ist und die Auswahl von geeigneten Therapieoptionen beeinflusst.
2006 wurden die Klassifikationskriterien für PsA formuliert (CASPAR). Als Voraussetzung wurde eine Gelenkentzündung festgelegt – wie kann sie vorliegen?
Die ClASsification criteria for Psoriatic ARthritis (CASPAR) wurden 2006 von Rheumatologen und Dermatologen formuliert.
Die CASPAR-Kriterien werden bis heute als Klassifikationskriterien in Studien verwendet und haben eine Spezifität von 98,7 % und eine Sensitivität von 91,4 %. Bei Patienten in der frühen Phase ihrer Erkrankung sinkt die Sensitivität auf 88,7 %, bei einer guten Spezifität > 95 %.
Zusätzlich zur Gelenkentzündung müssen Patienten ≥ 3 Punkte aus den folgenden Kategorien erfüllen:
