Welche Schritte sind bei der Behandlung einer PsA in Betracht zu ziehen?
Welche Schritte sind bei der Behandlung einer PsA in Betracht zu ziehen?
Sowohl die GRAPPA als auch die EULAR Empfehlungen formulieren übergeordnete Prinzipien, wobei nur die EULAR ein Treat-to-Target-Konzept empfehlen, welches die GRAPPA als Forschungsagenda nur erwähnt. Das Target wird hierbei durch die EULAR Empfehlungen als Remission oder minimale Krankheitsaktivität definiert.
Außerdem wird die Bedeutung von:
Auch die verschiedenen Krankheitsdomänen sollten bei der Auswahl der Therapie berücksichtigt werden. Dies umfasst neben dem Vorhandensein von Arthritis, Daktylitis, Enthesitis, axialer Manifestationen, Hautbeteiligung und Nagelbeteiligung auch extraartikuläre Manifestationen wie kardiovaskuläre Erkrankungen, Uveitis sowie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.
Diesem Fakt tragen besonders die GRAPPA Empfehlungen Rechnung, die die Therapieempfehlungen je nach Krankheitsmanifestation aufschlüsseln.
Zu welchen medikamentösen Therapien gibt es umfassende Langzeiterfahrungen hinsichtlich Wirksamkeit und Effektivität bei der PsA?
Bildquelle: Pixabay, Peggy und Marco Lachmann-Anke
Ein weiterer Fokus aktueller Forschung liegt neben neuen Therapien auf Behandlungsstrategien schon zugelassener medikamentöser Therapien.
Die beiden aktuellen Behandlungsempfehlungen von EULAR und GRAPPA sind zum Teil vage formuliert und unterscheiden sich in einigen Punkten. Dies liegt u. a. an den kaum vorhandenen Head-to-Head-Studien hinsichtlich der Wirksamkeit verschiedener bDMARDs und tsDMARDs bei der PsA.
Daher wird aufgrund von Langzeiterfahrungen häufig den TNF-Blockern der Vorzug gegeben. Bei Patienten mit ausgeprägter Hautmanifestation sprechen sich jedoch beide Empfehlungen für eine bevorzugte Blockade des Th17-Signalweges aus.
Der Phosphodiesterase-4-Inhibitor Apremilast ist für Psoriasis und Psoriasis-Arthritis zugelassen. Ist er nach neuesten Studien auch eine Hoffnung für axSpA-Patienten?
Phosphodiesterase 4 (PDE 4) vermittelt die Produktion von Zytokinen wie TNF-α, IL-23 und IL-17.
Während eine Proof-of-Concept-Studie zunächst vielversprechende Ergebnisse zeigte, liegen nun erste Analysen einer großen multizentrischen Phase-III-Studie vor, die keine Überlegenheit gegenüber Placebo zeigen konnte.
Das Immunsystem richtet sich gegen körpereigene Strukturen wie Knorpel und Knochen und führt zu Entzündungsreaktionen. Was geschieht danach?
Bild: AS – Krankheitsprozess
Bildquelle: © Pfizer Pharma GmbH/ Institut f. Didaktik in der Medizin, Dr. Adrianus van de Roemer
